Mit dem Bloom Füllfederhalter in Ebenholz schlägt Graf von Faber-Castell ein neues Kapitel innerhalb der eigenen Kollektion auf: Der neue Bloom ist das erste Schreibgerät mit dem floralen Muster. Dieses schafft einen seltenen Spagat: Es ist dezent, aber gleichzeitig unverwechselbar.
Erster Eindruck
Der Graf von Faber-Castell Bloom kommt in einer dunkelbraunen, hölzernen Geschenkverpackung, in der auch der Classic, Intuition und der Perfekte Bleistift geliefert werden.

Der Füllfederhalter kommt durchaus schlicht daher: Der schwarze Holzschaft trifft auf dunkles Ruthenium und bildet eine monochrome Einheit. Diese dezent gehaltenen Töne betonen zugleich das florale Bloom-Profil, das vor allem an den Kanten auffällt und das sich von den klassischen, streng linearen Rillen abhebt, die sonst so typisch für Graf von Faber-Castell sind.

Sobald man den Bloom in die Hand nimmt, weicht das anfängliche Understatement der beeindruckenden Haptik: Der Füller bringt satte 56 Gramm auf die Waage und bewegt sich damit klar im oberen Gewichtssegment.
Aussehen, Funktionen und Verarbeitung
Das Herzstück der Bloom-Serie ist das namensgebende Bloom-Profil. Dabei handelt es sich um eine florale Neuinterpretation der klassischen GvFC-Kannelierung. Statt der geraden, harten Längsrillen, die man von anderen Modellen des mittelfränkischen Herstellers kennt, zeigt der Bloom weiche, organisch anmutende Wölbungen.
Einen (wenngleich dezenten und stimmigen) Kontrast bilden die rutheniumbeschichteten Messingteile. Wenngleich man florale Muster eher mit femininen Produkten assoziiert, wirkt die Farbgebung des Bloom eher technisch und kühl.

Der Clip ist federnd gelagert. Er spricht die typische Designsprache von Graf von Faber-Castell und fügt sich stimmig in die Gesamtgestaltung des Bloom ein. Die Kappe wird gesteckt und nicht geschraubt. Gerade für Notizen oder andere schnelle Schreibarbeiten im Alltag ist dies ein großer Vorteil.
Die Verarbeitungsqualität des Bloom ist tadellos. Das überrascht bei Graf von Faber-Castell kaum, soll aber gleichwohl erwähnt werden.

Graf von Faber-Castell Bloom: Feder und Füllsystem
Die Feder des Graf von Faber-Castell Bloom besteht aus 14-karätigem Gold. Jedes Exemplar wird von Hand eingeschrieben und trägt das markentypische Dekor in dunkel ruthenierter Ausführung – also passend zu den übrigen Metallteilen des Füllfederhalters.

Auf dem Papier zeigt sich die Feder charakterstark: Der Bloom schreibt angenehm weich und gibt gleichzeitig ein leichtes, aber doch spürbares Feedback. Die Feder befindet sich eher auf der elastischeren Seite, ohne in der Nähe von typischen Flex-Federn angesiedelt zu sein. Bei etwas Druck zeigt sie sich gewollt nachgiebig – wenngleich wohldosiert – und erlaubt damit auch eine gewisse Strichvarianz. Unsere Feder hat die Federbreite F und schreibt wie eine typische F. Graf von Faber-Castell bietet den Bloom in den Federstärken F, M und B an. Die Pilot Iroshizuku kon-peki bildet einen spannenden Kontrast zu dem monochrom gehaltenen Bloom.

Obwohl der Füllfederhalter zu den größeren und schwereren Schreibgeräten gehört, fühlt er sich auch in kleineren Händen wohl. Dies liegt daran, dass die Griffsektion im Vergleich zum Korpus spürbar schmaler ausfällt.
Der Bloom ist ein Patronenfüller. Er arbeitet mit Patronen oder kann mit dem Konverter, der sich im Lieferumfang befindet, auch mit Tintengläsern betankt werden.

Preis und Verfügbarkeit
Der Bloom bewegt sich mit rund 950 Euro klar im oberen Segment der Serienmodelle. Im Vergleich zur klassischen Linie von Graf von Faber-Castell ist er damit teurer, aber auch deutlich eigenständiger. Der Preis lässt sich in erster Linie über drei Faktoren erklären: Materialwahl, Fertigungstiefe und Designanspruch. Ebenholz, aufwendige Metallteile und die eigenständige Formensprache sind in dieser Kombination nur selten anzutreffen.
Fazit zum Graf von Faber-Castell Bloom
Graf von Faber-Castell beantwortet mit dem Bloom eine Frage, die nur schwer zu beantworten ist: Wie modernisiert man eine Designsprache und bewahrt zugleich ihre Herkunft? Mit dem Bloom-Profil hat die Marke eine perfekte Antwort gefunden: Das florale Muster ist eine stimmige Weiterentwicklung der klassischen Kannelierung, welches den Füller unschwer als Graf-von-Faber-Castell-Stift erkennen lässt, aber zugleich eigenständig und modern ist.
Das stimmige Erscheinungsbild wird um eine hohe Verarbeitungsqualität und eine Feder, die einen tollen, individuellen Charakter hat, ergänzt. Auch wenn wir gespannt sind auf die Neuerscheinungen innerhalb der noch jungen Bloom-Kollektion in den kommenden Jahren: Der Bloom in schwarzem Ebenholz ist schon in dieser ersten Ausführung ein Füller, der keine Wünsche offen lässt.






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