Füller oder Tintenroller: Welcher passt zu mir?

Tim Leopold

Mai 04, 2021
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Tim Leopold

Mai 04, 2021
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Sucht man nach einem Schreibgerät, welches das bestmögliche Schreiberlebnis anbietet, entscheiden sich die Meisten zwischen Füller und Tintenroller. Beide sind ausgezeichnete Begleiter für den Schreiballtag, allerdings haben sie jeweils Vor- und Nachteile, die man vor einer Entscheidung beachten sollte. Im Folgenden werden die Unterschiede zwischen Füller und Rollerball kurz dargelegt, um Ihnen Ihre Entscheidung zu vereinfachen.

Der Tintenroller: Weder Fisch noch Fleisch oder der perfekte Kompromiss?

Der Tintenroller oder Rollerball ist ein relativ junges Schreibgerät und wurde in den 1960er Jahren in Japan erfunden. Besonders in Asien erfreut es sich seitdem großer Beliebtheit. Seit einigen Jahren werden Tintenroller aber auch in Europa und den USA immer beliebter. 

Wie der Kugelschreiber, funktioniert der Tintenroller mit einer Schreibkugel aus Hartmetall oder Keramik. Im Unterschied zum Kugelschreiber verwendet ein Rollerball jedoch ein weiteres Spektrum an flüssiger Tinte – von löschbarem Königblau bis dokumentenechtem Schwarz. Diese wird entweder mit einem Kapillarspeicher aus Polyesterfasern gehalten oder liegt frei in einem Tintentank vor. 

Tinte, Kugel und Feder: Schreibgeräte im Vergleich

Die Tinte des Rollerballs ähnelt der eines Füllers, benötigt allerdings weniger Zeit zum Trocknen, da der Rollerball beim Schreiben weniger und gleichmäßiger Tinte abgibt. Der Tintentank hält also länger als eine Füllerpatrone, ist aber kurzlebiger als Kugelschreiberminen. Aufgrund der flüssigen Tinte im Rollerball kann man mit ihm, wie mit einem Füller, ohne Druck schreiben. Tintenroller ermöglichen daher ein schnellesfließendes Schreiben und ein gleichmäßiges Schriftbild

An das Schreibgefühl eines Füllers kommt der Rollerball, jedoch nicht heran, obwohl er sanfter schreibt als ein Kugelschreiber. Auch die Vielfalt des Schriftbildes hält sich bei Tintenrollern in Grenzen. Zwar werden Rollerballs von vielen Herstellern mit unterschiedlich breiten Metallspitzen angeboten, allerdings können diese mit der Vielfalt an Federstärken und Federtypen bei Füllern nicht mithalten.

Aufgrund der flüssigen Tinte muss beim Rollball mit einem Ausfranzen der Tinte auf weniger hochwertigem Papier gerechnet werden – ein Problem, dass man bei Kugelschreibern nicht hat. 

Form und Pflege

Heutzutage gibt es Tintenroller in allen Preisklassen und Formen, von einfachen Klickrollern für wenige Euros bis hin zu raffinierten Limited Editions mit exklusiven Designs und Materialien für Sammler. Bei einer solchen Auswahl kann jeder einen passenden Tintenroller für sich und seinen Alltag finden.

Zudem sind Rollerballs, genau wie Kugelschreiber, wenig pflegeintensiv und können eine Ewigkeit halten, solange man nicht vergisst den Deckel draufzusetzen.

Füller oder Tintenroller -Die Entscheidung

Ein Rollerball kann wunderbar für Briefe und Tagebucheinträge, aber auch für Einkaufsnotizen oder Gedanken im alltäglichen Leben eingesetzt werden, jedoch bietet er weder vollständig das magische Schreiberlebnis eines Füllhalters noch alle Vorteile eines Kugelschreibers.

Der Tintenroller eignet sich also am besten, wenn man gerne und oft schreibt, aber trotzdem nicht ganz auf die praktischen Vorteile eines Kugelschreibers verzichten möchte. Er ist ein fusioniertes Gesamtpaket, das so gut wie jede Schreibsituation zufriedenstellend bewältigt und ein treuer Begleiter im Alltag ist. 

Andernfalls kann man ein Schreibpaar aus Füllhalter und Kugelschreiber in Erwägung ziehen, mit dem man optimal in jeder Situation ausgestattet ist. Die meisten Schreibgeräte-Kollektionen kommen in allen drei Schreibtypen, sodass man frei entscheiden kann, welches Schreibgerät oder welche Kombination am ehesten passt. 

Noch nicht das Richtige gefunden? Hier ein Vergleich zwischen Kugelschreiber und Füllhalter.

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