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Füller – Der komplette Guide

So finden Sie den perfekten Füller

Graf von Faber-Castell Füller, Guilloche Ciselé, Anthrazit

Welcher Füller ist der richtige für mich? Wenn Sie sich diese Frage stellen, sind Sie hier genau richtig. Es gibt unzählige Hersteller, die mit unterschiedlichen Designs, Materialien und Technologien werben. Wir zeigen Ihnen, was für Sie auf der Suche nach dem perfekten Füller ausschlaggebend ist und worauf Sie unbedingt achten sollten. Sie bekommen Einblicke in die verschiedenen Füllsysteme, Füller- und Federtypen und deren spannende Geschichte. Je nach Ihren persönlichen Vorlieben, Ihrer bevorzugten Verwendung und Ihrem beruflichen Umfeld gibt es die perfekte Wahl. Dieser Guide hilft Ihnen dabei den besten Füller für Ihre Bedürfnisse zu finden.

Vom Federkiel zum edlen Schreibgerät: Die Geschichte des Füllers

Wer den ersten Füller erfunden hat, kann man nicht ganz eindeutig beantworten, denn der Füller, wie wir ihn heute kennen, hatte verschiedene Vorläufer. Die ersten Schreibgeräte, die an unseren heutigen Füller erinnern, waren tatsächlich Federn mit mehreren zusammengesteckten Federkielen. Seit dem 17. Jahrhundert wurde bereits mit diesen Füllfedern geschrieben. Kaligraphen benutzen sie aus traditionellen Gründen, teilweise sogar bis heute. 1768 etwa 150 Jahre nach der ersten Nutzung von Federkielen, entwickelte ein Mechanikus aus Leipzig namens Scheller eine mechanische Reiseschreibfeder. Sie bestand aus Bronze, Horn und einer Kielfeder. Den ersten Füllfederhalter, der aus gewalztem Metall gefertigt war, erfand der rumänische Gelehrte Petrache Poenaru 1827.

Obwohl damals in öffentlichen Verwaltungen und privaten Handelskontoren Schreiben die Haupttätigkeit war, setzte sich der Füller nicht durch. Er war zwar optimal für die wichtige Schönschrift, aber es ließ sich der Tintenfluss nicht kontrollieren. Die Tinte floss ungleichmäßig aus der Füllfeder. Manchmal ergoss sie sich in einem einzigen Schwall auf das Papier oder der Füller verstopfte und war zum Schreiben nicht mehr zu gebrauchen.

 

Lewis Edson Waterman – Der Erfinder des “modernen” Füllers

Diese technischen Probleme des frühen Füllfederhalters, so eine Anekdote, erlebte der amerikanische Versicherungsvertreter Lewis Edson Waterman 1884. Als ein Kunde seine Unterschrift unter eine Versicherungspolice setzen wollte, entleerte sich das komplette Tintenreservoir über dem Dokument. Da eine neue Abschrift der Police lange dauerte, unterschrieb der Mann bei einem anderen Versicherungsmakler. Am selben Tag noch, soll sich Waterman an die Entwicklung eines Füllhalters mit kontinuierlichem Tintenfluss gesetzt haben. Dazu machte er sich das Kapillaritätsprinzip zu Nutze. Er bohrte in das Verbindungsstück zwischen Feder und Tintenreservoir dünne Kanäle, durch welche einerseits nur so viel Tinte floss, wie zum Schreiben nötig, andererseits stieg, um ein Vakuum zu verhindern, auf diese Weise Luft in den Tintenbehälter. Ein Jahr später hatte Watermann bereits 5000 seiner patentierten Füllfederhalter verkauft.

Im nächsten Kapitel erfahren Sie mehr darüber, warum Sie sich ganz bewusst für einen hochwertigen Füller entscheiden sollten.


Wie funktioniert ein Füller?

Das Schriftbild eines hochwertigen Füllers ist etwas ganz besonders. Kein anderes Schreibgerät erlaubt uns so gefühlvoll zu schreiben und unserer Handschrift ein so ausgewogenes Schriftbild zu geben. Der Grund für dieses einmalige Schreibgefühl ist der perfekt regulierte Tintenfluss. Es fließt stets eine adäquat geregelte Tintenmenge durch die Feder. Dafür sorgt ein Teil des Füllers, welches Tintenlauf oder Zuführer genannt wird und unterhalb der Feder angebracht ist. Dieses regelt die Flussmenge der Tinte und verhindert einen Überschuss an Tinte an der Schreibfeder, was zu Tintenklecksen führen kann. Der Tintenleiter nutzt den Kapillareffekt, durch welchen die Tinte aus dem Tintenreservoir geführt wird. Ein schmaler Kanal lässt Tinte aus dem Tintenreservoir nachfließen, sobald die Feder das Papier berührt und geschrieben wird.

Seitlich des Kanals befinden sich perforierte Rillen, durch welche Luft in das Tintenreservoir strömt. Luft und Tinte fließen in entgegengesetzte Richtungen, sodass die beim Schreiben verbrauchte Tinte durch Luft ersetzt wird. Die einströmende Luft hält im Reservoir einen beständigen Luftdruck aufrecht. So kommt eine gleichbleibende Tintenmenge zur Feder. Über den Luftdruck wird somit die Aktivität des Tintenleiters reguliert.
Die Luft sorgt zudem für einen Druckausgleich, der auch Einflussfaktoren von außen, etwa warme Hände oder eine hohe Raumtemperatur, die zu einer Ausdehnung der Tinte führen, reguliert.

Der Tintenlauf ist des Weiteren von einem Kollektor umgeben, der Tinten in vielen feinen Lamellen lagert. Er optimiert die Menge der Tintenabgabe aus dem Tintenkanal an die Feder. Dieser Tintenkanal endet in einem Loch in der Feder, welches als Herz bezeichnet wird. Auch die Funktion der Feder basiert auf dem Kapillareffekt. Jede Feder hat einen kleinen Spalt. Dieser führt vom Federkorn an der Spitze ins Herz, in dem der Tintenkanal endet. So wird über den Kontakt der Feder mit dem Papier der Tintenfluss aktiviert. Auch die Breite der Feder und die Fließeigenschaften der Tinte sind Faktoren, die sich auf den Fluss der Tinte auswirken.

Füller oder Kugelschreiber? Welches Schreibgerät ist das richtige für Sie?

Der Kugelschreiber

Der Kugelschreiber ist ein Massenprodukt und das meist genutzte Schreibgerät der Welt. Hochwertige Kugelschreiber verhindern das Verschmieren von Tinte sehr effektiv. Aus diesem Grund und den günstigen Produktionskosten sorgten sie in den 1940er Jahren für eine Revolution in der Welt der Schreibgeräte. Die technische Neuerung des Kugelschreibers bestand in der Übertragung der Tinte auf das Papier mithilfe einer Kugel. Dieses System stellte sich als wesentlich robuster heraus als die Technik der damaligen Füllfederhalter.

Kugelschreiber sind sehr praktische Schreibgeräte. Sie bedürfen keiner Pflege und sind einfach in der Handhabung. Wenn Sie also viel unterwegs sind und oft spontan etwas notieren müssen, ist ein Kugelschreiber perfekt für Sie. Er kann noch so oft hinfallen, ohne dass Probleme beim Nutzen auftreten. Außerdem kommt ein Kugelschreiber, anders als Füller und Tintenroller ohne Kappe aus, die man verlieren könnte. Zudem sind Kugelschreiberminen aufgrund ihrer dickflüssigen Tine extrem auslaufsicher und können demnach gut in der Hosentasche transportiert werden. Auch die Pflege Ihres Kugelschreibers hält sich stak in Grenzen. Während ein Füller ab und an gereinigt werden muss, fällt dies beim Kugelschreiber weg. Außerdem sind Kugelschreiber äußerst langlebig, da die Minen nur selten ausgewechselt werden müssen.

Viele Kugelschreiber sind günstig und werden sogar als Werbeartikel verschenkt. Allerdings gibt es auch sehr edle Kugelschreiber, die im Hochpreissegment angesiedelt sind. Hochwertige Kugelschreiber bieten sich besonders als Schreibgeräte im Arbeitsmilieu an. Einerseits können Sie damit einen nachhaltigen Eindruck bei Kunden, Kollegen und Vorgesetzten hinterlassen. Andererseits haben Sie den praktischen Vorteil, dass Kugelschreiberminen mit einer dokumentenechten Tintenpaste gefüllt ist, was das Ausfüllen wichtiger Formulare erleichtert. Auch für das Ausstellen von Quittungen ist der Kugelschreiber ideal. Seine harte Mine eignet sich gut zum Durchschreiben.

 

Kugelschreiber und Füller im Vergleich

Im Vergleich zum Kugelschreiber ist der Füller das technisch-filigranere Schreibgerät. Dementsprechend müssen Sie es anders behandeln. Besonders die Feder ist ein für Kratzer und Stöße anfälliger Teil des Füllers. Oft sind Füllfederhalter teurer als Kugelschreiber und sollten auch aus diesem Grund mit durchgängiger Sorgfalt behandelt werden. Auf eine Reise nehmen Sie daher vermutlich eher einen Kugelschreiber als einen Füller mit. Zudem müssen Sie einen Füllfederhalter ab und an säubern und pflegen. Auch das Nachfüllen oder der Wechsel von Tinte beanspruchen Zeit. Zudem können Sie einen Füllfederhalter nicht auf jedem beliebigen Papier benutzen. Auf unbeschichtetem Papier kann die Tinte schnell ausfransen oder verlaufen. Der Grund dafür ist eine unregelmäßige Papieroberfläche. Je hochwertiger das Papier und sauberer die Verarbeitung, desto besser ist das Schreibverhalten des Füller.

Sie müssen demzufolge vorsichtiger mit einem Füller umgehen, als mit einem Kugelschreiber. Wenn Sie dazu bereit sind, bietet ein Füllfederhalter Ihnen allerdings auch einige Vorzüge: Der größte Vorteil eines Füllers ist zweifelsohne das Schreibgefühl, das ermöglicht wird. Die dünnflüssigere Tinte und die Feder erlauben ein schwungvolles Gleiten über das Papier, was mit einem Kugelschreiber sichtlich schwieriger ist. Beim Schreiben mit einem Füllfederhalter benötigen Sie viel weniger Druck aus Fingern und Handgelenk, da dieser ausschließlich durch den Druck des Eigengewichtes schreibt. Ihre Handschrift wirkt daher mit einem Füller viel ausgewogener als mit einem Kugelschreiber.

Mit einem Füllfederhalter wird Schreiben zu einem genussvollen Erlebnis, das spürbar angenehmer und befreiend ist. Dadurch ist das Geschriebene stärker mit ihnen verbunden und bekommt eine persönliche Bedeutung. Anders als mit einem Kugelschreiber, der Ihnen nicht dasselbe haptische Feedback gibt, ist Schreiben mit einem Füller auch eine sinnliche Erfahrung und Ausdruck Ihrer Persönlichkeit. Durch die vielfältigen Anpassungen in Federbreite, Modell und Tinte, bietet Ihnen ein Füller nun die Möglichkeit Ihr Schreibgerät an Ihre individuelle Handschrift anzupassen. So werden Sie Ihr gewünschtes Schriftbild erzielen können.

 

Fazit

Während Sie den Kugelschreiber in jedem beliebigen Winkel auf das Papier setzen können, müssen Sie beim Schreiben mit einem Füller darauf achten, diesen richtig zu halten. Diese zusätzliche Aufmerksamkeit, die Sie dem Schreiben widmen, wirkt sich auch darauf aus, was Sie schreiben. Sie werden den Inhalt sorgsamer verfassen, sich Notizen besser merken und beim Schreiben kreative Ideen besser verwirklichen können.

Aber auch für unsere Mitmenschen macht es einen Unterschied, ob Sie einen Füller benutzen. Handgeschriebenes mit einem Füllfederhalter wirkt emotional und verbundener. Es schafft Vertrauen, ist ein Zeichen von Wertschätzung und kann gar am Anfang einer Liebesbeziehung stehen. Diese Wertschätzung zeigt sich auch durch die Wahl einer besonderen Tinte, was mit einem Kugelschreiber kaum möglich ist. Mit einem Füller schreibend, haben Sie die Möglichkeiten ein fast unendliches Farbspektrum auszunutzen. Ein Füller ermöglicht Ihnen allerdings nicht nur eine größere Farbauswahl, auch die Qualität und Komplexität der Tinten, die Ihnen zur Verfügung stehen, ist hochwertiger. So kann eine einzelne Tinte auf dem Papier ein Schriftbild mit verschiedenen Farbnuancen ergeben, was als Shading bezeichnet wird.


Der Kugelschreiber ist also das wesentlich robustere und pragmatischere Schreibgerät, das jedoch beim Schreibgefühl deutlich weniger zu bieten hat. Denken Sie also bevor Sie sich für Füllfederhalter oder Kugelschreiber entscheiden über Ihre Schreibgewohnheiten nach. Entscheidend ist auch, dass Füller nicht auf jedem Papier „funktionieren“. Viele Hersteller bieten oftmals beide Schreibgeräte in der gleichen Designlinie an. So könnten Sie Briefe, Tagebucheinträge, Weihnachts- und Grußkarten zu Hause mit dem Füller schreiben und unterwegs oder auf der Arbeit mit dem Kugelschreiber Notizen machen und Formulare ausfüllen.

 

Der Tintenroller: Weder Fisch noch Fleisch oder der perfekte Kompromiss?

Der Tintenroller oder Rollerball ist ein relativ junges Schreibgerät. Es wurde in den 1960er Jahren in Japan erfunden und erfreut sich seitdem besonders dort und in China großer Beliebtheit. Seit einigen Jahren wird er aber auch in Europa und den USA immer beliebter. Wie der Kugelschreiber funktioniert der Tintenroller mit einer Schreibkugel aus Hartmetall oder Keramik. Im Unterschied zum Kugelschreiber verwendet ein Rollerball jedoch wie ein Füller wasserlösliche Tinte. Diese wird entweder mit einem Kapillarspeicher aus Polyesterfasern gespeichert oder liegt frei in einem Tintentank vor. Die Tinte des Rollerballs ähnelt der eines Füllers. Sie benötigt allerdings weniger Zeit zum Trocknen, da der Rollerball beim Schreiben weniger Tinte abgibt. Der Tintentank hält also länger als eine Füllerpatrone, ist aber kurzlebiger als Kugelschreiberminen.

Tintenroller werden von vielen Herstellern mit verschiedenen Metallspitzen angeboten, die sich hinsichtlich des Härte- und Breitegrades unterscheiden. Hier steht Ihnen zwar eine größere Auswahl als bei Kugelschreiberminen zur Verfügung, aber mit der Vielfalt an Federstärken bei Füllern können die Metallspitzen nicht mithalten.

Aufgrund der flüssigen Tinte im Rollerball können Sie, wie mit einem Füller, ohne Druck schreiben. Tintenroller ermöglichen Ihnen daher ein schnelles und fließendes Schreiben sowie ein gleichmäßiges Schriftbild. An das Schreibgefühl eines Füllers kommt der Rollerball, obgleich er wesentlich leichtgängiger ist als ein Kugelschreiber, dennoch nicht heran, da die Metallspitze einen individuellen Ausdruck kaum zulässt. Aufgrund der Tinte müssen Sie beim Rollball, wie beim Füller, auf die Unveränderlichkeit des Schriftbilds verzichten und sollten damit rechnen, dass die Tinte auf weniger hochwertigem Papier ausfranst oder verläuft. Dafür bedarf der Rollerball, wie der Kugelschreiber, nahezu keiner Pflege. Um das Austrocknen des Rollerballs zu vermeiden, sollten Sie nicht vergessen die Kappe nach dem Schreiben wieder aufzuschrauben.

Material und Design eines Füllfederhalters

Ein Füllfederhalter besteht aus Korpus, Kappe, Füllsystem und Feder. Korpus und Kappe bilden den größten Teil des Füllers und lassen durch die Wahl von Material und Design viel Spielraum für die Gestaltung. Das Innenleben eines Füllers ist zu einem großen Teil mit Tinte gefüllt, die in verschiedenen Formen im Korpus gespeichert werden kann. Die Seele eines Füllfederhalters ist jedoch seine Feder. Sie ist verantwortlich für das Schreibgefühl und verbindet Hand, Korpus und Papier.

Korpus und Kappe

In der langen Geschichte des Füllers wurden viele verschiedene Materialen verwendet. Sie unterscheiden sich in Aspekten wie Gewicht, Oberflächenstruktur und Koloration. Heute greifen die meisten Hersteller zu Edelharz, Metall und Holz.

Füller aus Edelharz

Das in der Gegenwart beliebteste Material für Korpus und Kappe eines Füllers ist der Kunststoff Edelharz. Die Gründe dafür sind vor allem der niedrige Verschleiß, das geringe Gewicht und die Verfügbarkeit in allen existierenden Farbnuancen. Obwohl viele Hersteller nach wie vor schlichte schwarze Füller anfertigen, um die Eleganz ihres Schreibgeräts zu unterstreichen, gibt es mittlerweile viele bunte, teilweise schrille und ausgefallene Farben. Da Edelharz ein sehr leichtes Material ist, eignet es sich besonders für Menschen, die regelmäßig oder viel schreiben. Auch nach stundenlangem Exzerpieren, Tagebuch- oder Briefschreiben kommt kein verspanntes oder verkrampftes Gefühl auf, vielmehr liegt der Füller einfach angenehm in der Hand.

Ein weiterer Vorteil von Edelharz ist seine Langlebigkeit: Edelharzfüller können problemlos, auch nach intensiver Nutzung an die nächste Generation weitergegeben werden. Da das Material äußerst hart ist, weisen Edelharzfüller auch nach vielen Jahren oft wenige Kratzer auf. Einzig die Haptik von Edelharz könnte für Personen, die viel Wert auf ein besonders haptisches Erlebnis beim Schreiben legen, einen Nachteil darstellen, da das Material keine außergewöhnliche Oberfläche bietet.

Füller aus Metall

Ein sicherlich ungewöhnliches haptisches Erlebnis ist ein Füller aus Metall. Die meisten Hersteller verwenden bei der Fertigung Edelstahl, Silber, Kupfer oder Messing. Der größte Unterschied zum Edelharz, neben der Haptik, ist das höhere Eigengewicht eines Metallfüllers. Füllfederhalter aus Metall haben ein spürbares Gewicht, das angenehm in der Hand liegt. Außerdem neigen sie dazu stärker auf ihre Umgebungstemperatur zu reagieren. Sie fühlen sich oft zu Beginn des Schreibens kälter an, als Edelharzfüller, es sei denn die Sonne hat zuvor auf den Schreibtisch geschienen.

Die Oberfläche eines Metallfüllers wird entweder unbehandelt, lackiert oder beschichtet angeboten. Metalle wie Silber, Kupfer und Messing entwickeln, wenn sie im Herstellungsprozess nicht weiter behandelt werden, über die Jahre der Nutzung eine jeweils individuelle Patina, die als besonderes Charakteristikum des Schreibgeräts verstanden werden kann. Dies ist bei beschichteten Metallfüllern nicht der Fall. Wenn Sie auf einen silbern glänzenden Korpus wertlegen, der auch nach vielen Jahren seinem Glanz nicht verliert, sollten Sie nach einen Metallfüller mit versilberter, rhodinierter und palladierter Oberfläche greifen. Sie wollen auf das angenehme Gewicht und die ansprechende Haptik eines Füllers aus Metall nicht verzichten, aber statt silbern wünschen Sie sich mehr Farbe in Ihren Schreiballtag? Dann sind lackierte Metallfüller genau das richtige für Sie. Die Lacke strahlen in beeindruckend leuchtenden Farben und sind mittlerweile wie Edelharzfüller aus dem gesamten Farbspektrum wählbar.

Während viele Edelharzfüller einen klassischen Look haben, weisen Metallfüller oft ein kontemporäres Design auf, das von schlicht bis extravagant alle Formen annehmen kann.

Füller aus Holz

Statt einem auffälligen Design legen Sie Wert auf detailreiche, raffinierte Handwerkskunst? Dann könnte ein Holzfüller genau das richtige für Sie sein! Füller aus Holz werden oft über den kompletten Herstellungsprozess hinweg händisch gefertigt. Dadurch ist die Fertigung sehr aufwändig und zeitintensiv. Das Ergebnis ist dafür etwas ganz Besonderes. Allein die Struktur des Holzes macht den Holzfüller zu einem echten Unikat. Auch die Haptik wird Sie überzeugen: Holz liegt als Naturprodukt einfach sehr angenehm in der Hand. Ein Füllfederhalter aus Holz eignet sich aufgrund seines Gewichts zudem für häufigen und intensiven Gebrauch. Das Material ist etwas schwerer als Edelharz, aber deutlich leichter als Metall. Allerdings ist Holz als organische Struktur anfälliger für Kratzer und andere Gebrauchspuren als Edelharz und Metall. Aber auch das kann, ähnlich wie die Patina eines Metallfüllers, ja gerade den Reiz ausmachen.

 

Größe und Gewicht des Füllers

Der höchste Schreibgenuss entsteht allerdings nicht allein durch eine an Ihre Bedürfnisse angepasste Feder. Vielmehr macht das Zusammenspiel der einzelnen Bauteile eines Füllers den Unterschied. Dazu müssen Ihre Art zu Schreiben zum Schreibgerät passen. Das Verhältnis zwischen Hand und Form, Größe sowie Gewicht muss stimmen.

Kommt es auf die Größe an?

Zumindest wenn es um Füller geht, ist diese Frage zweifelsohne zu bejahen. Auf der Suche nach Ihrem perfekten Füller ist die Größe ein wichtiges Kriterium. Die Länge und Breite eines Füllers können je nach Hersteller und Produktlinie stark variieren. So produziert die Marke Kaweco in ihrer „Liliput“ Serie mit 9,7cm Länge, einen extrem kleinen und schlanken Füller. Das Meisterstück 149 von Montblanc ist hingegen 14,7 cm lang und hat ein Gewicht von 32 Gramm.

Sie sollten die Größe Ihres Füllfederhalters der Handgröße entsprechend auswählen. Ein zu kleiner Füller strengt die Handmuskulatur stark an. So ist das Schreiben sehr mühsam. Auch ein zu schwerer Füller kann zu einer übermäßigen Belastung der Muskulatur führen. Probieren Sie deshalb gerne Füller in verschiedenen Größen und Gewichtsklassen aus. Sie können sich dabei grob an eine einfache Formel halten: Haben Sie große Hände, sollte auch ihr Schreibgerät größer sein. Bei kleinen Händen wählen Sie dementsprechend einen kleineren Füller. Generell fühlen sich Damen meist mit kleinen oder mittelgroßen Schreibgeräten wohl, während Männer sich häufig für mittelgroße oder große Füller entscheiden.

 

Handgröße und Funktion

Ähnlich ist es mit Volumen und Breite des Füllers. In einer großen Hand würde ein extrem schlanker Füller schnell verloren wirken. Ein voluminöser Füller mit großem Umfang hingegen, wird eher zu einem ausgewogenen optischen Ergebnis führen. Neben der Optik ist auch die Haptik entscheidend: Das Griffstück eines schmalen Schreibgeräts muss enger angefasst werden, als jenes eines breiteren. Dies hat eine höhere Belastung der Handmuskulatur zur Folge, was besonders für Menschen, die täglich schreiben, zum Problem werden kann.

Der Kauf eines zu kleinen oder zu schmalen Füllers ist wohl einer der häufigeren Fehler bei der Wahl des perfekten Schreibgeräts. Zwar benötigt der menschliche Körper etwas Zeit für die Umstellung auf ein größeres oder breiteres Schreibgerät – es wird sich für ein paar Stunden ungewohnt anfühlen – allerdings wollen die Wenigsten danach ihren alten unpassenden Füller zurück.

Wenn Sie über die Größe Ihres Füllers nachdenken, sollten Sie auch an dessen Funktion denken. Sind Sie häufig draußen, im Beruf viel unterwegs oder reisen oft und brauchen Ihren Füller dann spontan, etwa um Notizen zu machen? Dann ist ein kleiner Füller, den Sie schnell zücken können, genau das richtige für Sie. Falls Sie beim ruhigen, längeren Schreiben trotzdem nicht auf ein adäquat großes Schreibgerät verzichten wollen, dann sollten Sie zur Line Liliput des Herstellers Kaweco greifen. Kaweco bietet Füller an, die durch das Aufstecken der Kappe größer und schwerer werden, ohne Ihren Schwerpunkt zu verlieren.

Falls Sie einen Füller hingegen besonders für Unterschriften und repräsentative Anlässe nutzen, sind vermutlich größere und dickere Schreibgeräte interessanter, da diese der Aufmerksamkeit, die ihnen in besonderen Momenten zukommt, gerecht werden.

 

Leicht oder schwer? Welches Gewicht sollte mein Füllfederhalter haben?

Das Volumen und die Größe eines Schreibgeräts stehen in keinem direkten Zusammenhang mit seinem Gewicht. Manche sehr kleinen und schlanken Füllfederhalter weisen ein hohes Gewicht auf, da Kappe und Korpus aus massivem Edelstahl oder Silber gefertigt werden. Andere sehr große und voluminöse Füller aus Edelharz wiegen deutlich weniger. Entscheidend für das Gewicht ist also eher das verwendete Material. Die Maße spielen eine untergeordnete Rolle.

Wie so vieles ist es letztendlich eine Frage des persönlichen Geschmacks, ob man leichte oder schwere Füllfederhalter bevorzugt. Viele empfinden ein angenehmes Gefühl, wenn Sie ein schweres Schreibgerät in den Händen halten. Denn ein Füller mit höherem Gewicht fühlt sich wertiger an. Intuitiv vergleichen wir ihn dabei mit Plastikkugelschreibern oder anderen Schreibgeräten, die wir häufig nutzen und die normalerweise leichter sind. Dieser psychologische Effekt ist jedoch mit Vorsicht zu genießen. Denn mehr Gewicht bedeutet weder Wertigkeit, noch führt es per se zu einem angenehmeren Schreibgefühl. Besonders nach längerem Schreiben mit schweren Füllern kann die Muskulatur der Hand und der Finger ermüden oder verkrampfen. Vielschreibern sei daher eher zu leichteren oder mittelschweren Füllern (leicht = bis 20g, mittelschwer = 20g-30g, schwer = über 30g) geraten.

Die Essenz des Füllers: Die Feder

Die Feder ist die Seele des Füllers. Sie vereint Ästhetik, Schreibgefühl und Wertigkeit. Erst durch die Feder entsteht ein persönliches Schriftbild: Unsere individuelle Handschrift. Bei der Feder sollten Sie besonders auf die Qualität des Materials und der Verarbeitung achten. Sie nimmt die Bewegungen des Arms und der Hand auf und übersetzt sie in Skript aufs Papier.

Von der Spitze der Feder zieht sich bis zur Mitte ein feiner Schnitt, durch welchen die Tinte, aufgrund des Kapillareffekts, vom Tintenbehälter zur Spitze der Feder fließt. So kann die Tinte in einem gleichmäßigen Strich auf das Papier gebracht werden. Je edler das Material und gewissenhafter dessen Verarbeitung, desto geschmeidiger und sanfter ist das Schreibgefühl. Die meisten Hersteller verwenden für den Körper ihre Federn rostfreien Edelstahl, Titan oder Gold. Die Spitze ist meistens aus einem härteren, widerstandsfähigeren Material wie einer Legierung aus Platin und Nickel oder Iridium gefertigt. So nutzen sich die Federn wesentlich langsamer ab.

Was ist nun besser? Eine Gold- oder eine Stahlfeder?

So ganz pauschal kann man das nicht sagen: Das weich-samtige Gefühl, das wir alle so lieben, wenn eine edle Feder auf das Papier trifft, wird zunächst über das Federkorn bestimmt. Dieses wird in den meisten Fällen aus Iridium gefertigt. Wie sich der erste Kontakt der Feder mit dem Papier anfühlt, hängt also zunächst davon ab, ob das Federkorn richtig geschliffen und poliert ist.

Gold war besonders im 19. Jahrhundert das Metall der Wahl in der Federproduktion, da keine anderen korrosionsbeständigen Edelstahle zur Verfügung standen und gegenüber den sauren Tinten auf Dauer resistent waren. Gold konnte des Weiteren besser verarbeitet werden, als die naturharten Edelstahle.

Nach Ende des zweiten Weltkrieges kam es zur Entwicklung neuer Tinten mit weniger Säuregehalt. Dies erlaubte, neben der erstmaligen Verwendung von Hartgummi für die Herstellung von Tintenleiter, Tintentank und Korpus, die industrielle Massenproduktion von Edelstahlfedern. Die Verarbeitung von Edelstahl zeigte sich nun deutlich verbessert: Der neue Federstahl war viel flexibler und konnte ungemein präzise verarbeitet werden. Dies bedeutete hochwertige Edelstahlfedern, die günstig und nahezu keinen Serienschwankungen produziert wurden. Mittlerweile werden Edelstahlfedern in nahezu allen Preisklassen verbaut. So findet man auch sehr hochwertige Edelstahlfedern, die ein tolles Schreiberlebnis ermöglichen. Obgleich sie in ihrer Beschaffenheit nicht an Goldfedern herankommen, sind sie die robuste Federvariante und eignen sich besonders für den täglichen Gebrauch, auch unterwegs.

Trotz ihrer Robustheit sind gute Stahlfedern häufig aufwendig geschliffen und geprägt. Dennoch können sie in Bezug auf Weiche und Eleganz nicht mit einer echten Goldfeder mithalten.

Zunächst sollte man „echte“ Goldfedern von vergoldeten Federn unterscheiden. Letztere ist eine Edelstahlfeder mit einer hauchdünnen Goldschicht. Das Gold dient in diesem Fall der optischen Aufwertung und hat keinen Einfluss auf das Schreibgefühl. Eine „echte“ Goldfeder ist tatsächlich komplett aus Gold gefertigt. Sie können die Echtheit der Feder, wie bei einem Schmuckstück, durch die Prägung erkennen. Die meisten Hersteller verwenden 14 und 18 Karat Goldfedern.

Im Gegensatz zu den industriell produzierten Edelstahlfedern werden Goldfedern von vielen Herstellern bis heute noch von Hand geschliffen. Sie weisen daher einerseits größere Schwankungen in der individuellen Auffassung auf, bieten andererseits aber meist eine kunstvolle und aufwendige Verarbeitung.

Gold ist weicher als Edelstahl. So passt sich das Material der individuellen Handhaltung beim Schreiben leichter an. Dadurch entsteht mit der Zeit eine Feder, die perfekt der spezifischen Belastung durch die Schreibgewohnheiten des Besitzers entspricht. Das erklärt warum sie fast von allein über das Papier gleitet. Bevor man dieses besondere Schreibgefühl einer eingeschriebenen Goldfeder genießen kann, muss man diese zunächst einschreiben. Erst dann wird der Feder ihr einzigartig individueller Charakter verliehen Einen Füller mit Goldfeder sollten Sie deshalb nicht verleihen.

Welche Federbreite passt zu Ihrem Schriftbild?

Neben dem Federmaterial sind natürlich auch die Materialstärke der Feder und dessen Formgebung wichtig für das Schreibgefühl: Je dünner das Material, desto flexibler. Eine bestimmte Formgebung führt dazu, dass einige Federn biegsamer sind, wodurch sich die Schenkel weiter spreizen. Ein weiterer Faktor, der das Schreibgefühl fördert, aber vor allem zu einem harmonischen Schriftbild führt, ist die Wahl der Federbreite. Die Federbreite oder Federstärke hat einen großen Einfluss darauf, ob wir uns beim Schreiben wohl fühlen, und wie unsere Handschrift aussieht. Gängige Stärken sind extra fein (EF), fein (F), mittel (M), breit (B) und extra breit (BB). Für speziellere Wünsche können Sie auch zu Oblique-Federn in diversen Variationen greifen. Diese sind nach links oder rechts an der Spitze abgeschrägt und mit OF, OM und OB gekennzeichnet. Außerdem gibt es Federn für Linkshänder und Schreibanfänger.

 

Handschrift und Federstärke

Welche Federstärke passt nun zu Ihnen? Generell gilt: Ist Ihre Handschrift groß und schweifend, werden Sie mit einer breiteren Feder zufriedener sein. Schreiben Sie eher klein und eng, sollten Sie sich für eine feinere Federstärke entscheiden. So ergibt sich eine schöne, ausgewogene Handschrift. Die meisten Menschen greifen zu der Federstärke M. Neigen Sie dazu den Füller beim Schreiben schräg über das Papier zu führen? Dann fördert eine Oblique-Feder Ihren Schreibfluss.

Sie werden schnell merken, ob Sie die richtige Feder benutzen. Wenn Sie mühelos und sanft über das Papier gleiten, sich das Schreiben einfach gut anfühlt und Sie ein ansehnliches Schriftbild schaffen, haben Sie die richtige Entscheidung getroffen. Falls die Feder kratzt, der Schreibfluss stockt und die Tinte nicht perfekt fließt, sollten Sie einen Federtausch oder eine Nachbearbeitung in Betracht ziehen. Sie sollten einen hohen Anspruch an die Feder Ihres Schreibgeräts haben und sich nicht mit einem mediokren Ergebnis zufrieden geben. Nur so kommen Sie in den vollen Genuss des Schreibens mit einem Füllfederhalter.

 

Das Füllsystem: Kolben, Konverter oder Patrone?

Die Wahl des Füllsystems hat einige praktische Aspekte, betrifft aber auch Ihre persönlichen Vorlieben. Während man bei einem Patronenfüllhalter nur eine Patrone einsetzen muss, um ihn mit neuer Tinte zu befüllen, saugen Sie mit einem Kolbenfüller über einen Kolbenmechanismus die Tinte aus einem Tintenglas direkt in Ihren Füller. Der Konverter funktioniert genauso. Er ist allerdings ein eigenes Bauteil und wird wie eine Patrone in den Füller gesteckt.

Patronenfüllhalter

Sind Sie ein pragmatischer Schreiber? Ist es Ihnen wichtig, dass ein Füllfederhalter einfach funktioniert? Sie wollen ein Pflegeleichten Füller haben und brauchen keine große Farbauswahl? Dann sollten Sie zu einem Patronenfüllhalter greifen! Vermutlich kennen Sie das Patronenfüllsystem noch aus der Schule und das aus gutem Grund: Es ist einfach, schnell und sauber. Selbst Kinder schaffen einen Patronenwechsel in wenigen Sekunden, ohne dass Tintenspritzer daneben gehen. Patronen sind zudem leicht und klein. Sie können sie immer bei sich tragen. Praktisch ist auch, dass Sie durch einen Blick auf Ihren Füller den Füllstand der Patrone ablesen können.

Stören wird Sie vermutlich an einem Patronenfüller, dass Sie nur auf Tinten eines sehr reduzierten Farbspektrums zurückgreifen können. Die meisten Hersteller bedienen den Markt zwar mit den beliebtesten Grundfarben, für Tinten mit komplexen Farbnuancen müssen Sie jedoch zum Tintenfass greifen.

Zudem sind nicht alle Patronen gleich. Einige Unternehmen wie Lamy und Parker haben eigene Tintenpatronen im Programm, die nur in die jeweils entsprechenden Füller passen. Andere Hersteller hingegen wie Graf von Faber Castell, Montblanc, Pelikan und Kaweco sind mit einer Standard-Tintenpatrone nutzbar. Achten Sie also darauf, welche Patrone Sie für Ihren Füller brauchen.

Letztendlich sind Tintenpatronen weniger umweltfreundlich als Füller mit Kolbenmechanismus und Konverter. Jede leere Patrone ist Plastikabfall.

 

Kolbenfüller und Konverter

Ruhe, Genuss und Leidenschaft – der Kolbenfüller

Schreiben Sie mit Ruhe, Genuss und Leidenschaft? Liegt Ihnen Ihr Gefühl beim Schreiben am Herzen? Probieren Sie gerne ungewöhnliche neue Tinten und besonderes Papier aus? Dann sollten Sie unbedingt zu einem Kolbenfüller greifen! Der Kolbenfüller ist der Klassiker unter den Schreibgeräten. Darin besteht auch sein größter Vorteil: Entscheiden Sie sich für einen Kolbenfüller, haben Sie eine viel größere Auswahl zur Verfügung als bei Patronenfüllern!

Vergessen Sie nicht, dass von dem, was Sie schreiben, am Ende nur Tinte übrig bleibt! Neben der hohen Tintenkapazität ist die riesige Auswahl an Tinten mit Sicherheit ein großer Vorteil des Kolbenfüllers. Mittlerweile gibt es Tinten, die jeder Nuance des Farbspektrums entsprechen. Doch Tinten dürfen nicht allein auf ihre Farbvielfalt reduziert werden. Ist es Ihnen wichtig, wie sich Ihre Tinte auf dem Papier verhält? Sollen Ausfransen, Verlaufen und Verwischen vermieden werden? Wollen Sie ein plastisches Schriftbild mit unterschiedlichen Farbschattierungen? Dann werden Sie nur mit einem Kolbenfüller oder Konverter glücklich werden. Ausgefallene qualitativ hochwertige Tinten gibt es selten als Tintenpatronen, sondern eher im Tintenfass zu kaufen. Nur mit einem Kolbenfüller oder einem Konverter steht Ihnen die Welt der besonderen, extravaganten und speziellen Tinten offen!

Die Kolbenmechanik existiert bereits seit 1929, lange bevor Tintenpatronen entwickelt wurden. Der Kolbenfüller ist daher etwas umständlicher zu befüllen: Sie tauchen die Feder Ihres Füllers in ein Tintenfass. Dann drehen Sie den Kolben des Füllers oder Konverters über einen Mechanismus am hinteren Teil des Korpus. Der so erzeugte Unterdruck saugt die Tinte aus dem Tintenfass in das Tintenreservoir des Füllers. Diese Technik erlaubt es bei Kolbenfüllern eine große Menge Tinte im Füller zu speichern. Patronen müssen Sie häufiger wechseln, als neue Tinte aus dem Tintenfass aufziehen.

Ein wenig Aufwand ist auch mit dem Ausprobieren einer neuen Tinte verbunden. Vor jedem Tintenfarbwechsel müssen Sie den Kolbenfüller gründlich reinigen bevor Sie die neue Farbe in den Kolben ziehen. Das nimmt etwas Zeit und Ruhe in Anspruch. Außerdem werden Sie dabei auch mal kleckern und die Tinte landet auf dem Tisch oder der Hand. Diese Ereignisse sind aber genauso ein Teil des Prozesses und können als Ritual der Schreibpraxis geschätzt werden.

 

Patronenfüller mit Konverter

Haben Sie einen Patronenfüller und wollen unbedingt eine bestimmte Tinte ausprobieren, die es nicht als Patrone gibt? Mit einem Kolbenkonverter stehen Ihnen alle Tinten zur Verfügung, sei es als Patrone oder im Fass.

Der Kolbenkonverter funktioniert genauso wie der Kolbenmechanismus eines Kolbenfüllers. Allerdings ist er ein eigenes Bauteil, das anstelle der Patrone in den Korpus des Füllers gesteckt wird. Der Konverter ist daher etwas pflegeleichter beim Säubern und Nachfüllen als ein klassischer Kolbenmechanismus. Zudem kann er einfach und für wenig Geld ausgetauscht werden. Die Mechanik mancher Kolbenfüller kann im Laufe der Zeit etwas schwergängig werden oder kaputt gehen. Eine Reparatur kann teuer oder im schlimmsten Fall nicht mehr möglich sein. Mit einem Konverter haben Sie damit keine Probleme. Zudem vermeiden Sie den Plastikmüll von Einwegpatronen.

 

Füllertypen

Füllerführerschein

Wenn Ihr Kind die zweite Klasse beendet hat oder die dritte beginnt, steht endlich das Schreiben mit einem Füller auf dem Stundenplan. Das Schreiben mit einem Füller funktioniert anders als mit einem Bleistift oder Tintenroller. Der richtige Umgang mit einem Füller muss deshalb gelernt werden. Bevor Ihr Kind einen Füller benutzen darf, muss es deshalb erst die Prüfung zum sogenannten Füllerführerschein bestehen. Um diese Auszeichnung zu erhalten, müssen die Kinder verschiedene Mal-, Zeichen- und Schreibübungen absolvieren.

Keine Angst Ihr Kind wird im Unterricht auf diese Aufgaben vorbereitet. Falls trotzdem Schwierigkeiten auftreten, finden Sie auch online viel Material zum Üben.

Schulfüller

Das Schreiben mit dem Füller findet meist einen Platz im Alltag Ihres Kindes, sobald es die zweite oder dritte Klasse erreicht hat. Der richtige Füller sollte den besonderen Bedürfnissen eines Kindes gerecht werden. Daher produzieren verschiedene Hersteller spezielle Kinderfüller. Besonders wichtig ist, dass der Füller gut in den Händen des Kinde liegt. Kinderfüller haben deshalb eine besonders weiche Griffzone, die bequem und rutschfest ist. Auch die Form eines Kinderfüllers ist ergonomisch so ausgelegt, dass Ihr Kind schnell die richtige Stifthaltung mit dem Dreifingergriff erlernt. So wird es Ihrem Kind ermöglicht ein individuelles, gut leserliches Schriftbild zu entwickeln. Viele Hersteller bieten auch Kinderfüller an, deren Form auf Linkshänder ausgerichtet ist.

Neben der Form des Füllers und des besonderen Griffstücks, muss ein Schulfüller natürlich sehr robust sein, um dem Temperament eines Kindes standzuhalten. Die Federn eines Schulfüllers werden daher allesamt aus stabilem Edelstahl gefertigt. Ihr Kind kann also am Anfang auch mit zu viel Druck schreiben, ohne die Feder zu verbiegen.

Schulfüller werden mit verschiedenen Federstärken angeboten, darunter auch spezielle Federn für Linkshänder. Zunächst sollten Sie sich für die Federstärke A wie Anfänger entscheiden. Wenn Ihr Kind die Schreibschrift erlernt hat und eine individuelle Handschrift entwickelt, können Sie dann andere Federbreiten ausprobieren, die zu dem Schriftbild Ihres Kindes passen.

Linkshänder Füllhalter

Die Suche nach dem idealen Füller für einen Linkshänder ist gar nicht so einfach. Denn es gibt sehr viele verschiedene Arten, wie Linkshänder schreiben. Zwar ist allen gemein, dass sie die Feder eher über das Papier schieben als ziehen, aber da hören die Gemeinsamkeiten auch schon auf.

Einige Hersteller bieten spezielle Füller für Linkshänder an, die ein besonderes Griffbrett und besonders geschliffenes Federkorn haben. Ob der Füller dann tatsächlich zu der individuellen Handschrift des Linkshänders passt, muss bestenfalls mit dem Schreibgerät und Papier ausprobiert werden. Manche Linkshänder empfinden tatsächlich ein rundes Federkorn angenehmer als eine angeschrägte Obliquefeder. Bei aller Individualität der Handschrift ist generell jedoch zu etwas breiteren Federn, etwa M oder B zu raten, weil feine Federn beim Schreiben mit der linken Hand schnell etwas kratzen können. Außerdem schreiben Linkshänder oft mit etwas mehr Druck und sollten daher lieber zu einem Füller mit Stahlfeder greifen.

Edle Füller

Legen Sie Wert auf ausgewählte Materialien, hochwertige Verarbeitung und perfektes Design? Suchen Sie einen Füllfederhalter, der Sie Ihr ganzes Leben begleiten soll? Möchten Sie jemandem ein ganz besonderes Geschenk machen? Dann ist ein edler Füller genau das richtige für Sie. Die Unterschiede zu einem konventionellen Füller werden Sie sofort erkennen. Sie zeigen sich bereits im Design: Das harmonierende Zusammenspiel der Komponenten eines edlen Füllers sorgen dafür, dass das Schreibgerät perfekt ausbalanciert ist, was für zusätzliches Komfort sorgt. Mit der richtigen Balance macht das Schreiben einfach Spaß und Sie werden sehen, wie jeder Buchstabe leicht von der Hand geht und eine Verlängerung Ihrer Gedankengänge darstellt. Sie werden das neue Schreibgefühl genießen und dabei merken, wie sich ihr Schriftbild stetig entspannt und entfaltet.

Die Verarbeitung der Materialen hochwertiger Füllfederhalter – Edelharz, Silber, Kupfer und Messing – machen das Schreiben mit einem solchen Füller zu einem exquisiten Erlebnis. Wirklich entscheidend für das Schreibgefühl ist die Feder. Diese ist bei edlen Füllern oft aus Gold, gelegentlich Palladium oder in seltenen Fällen Edelstahl gefertigt. Diese raffiniert kreierten Federn sorgen für das samtig weiche Gefühl beim Schreiben. Viele edle Füller haben zudem eindrucksvoll große Federn, die aufwendig von Hand graviert und verziert sind.

Mit der Wahl und dem Kauf eines edlen Füllerfederhalters zeigen Sie ein besonderes Stilbewusstsein, das Anderen nicht verborgen bleiben wird. Im richtigen Moment kann ein edler Füller eine subtile Botschaft an Kunden, Geschäftspartner oder Vorgesetzte senden. Einige edle Füllfederhalter haben sich zu echten Liebhaberobjekten und Wertanlagen entwickelt und werden in Auktionshäusern für große Summen versteigert. Die Beziehung zu einem solchen Füllfederhalter kann also etwas ganz Besonderes werden. Lassen Sie sich diesen Genuss nicht entgehen!

Kalligrafiefüller

Kalligrafie, die Kunst des schönen Schreibens, stand am Anfang unserer Schriftkultur. Aus ihr sind die Typographien, die wir heute kennen, hervorgegangen. Das Schönschreiben ist aber bis heute noch eine beliebte Kunst. Bevor Sie Ihre eigene Schönschrift perfektionieren und sich dieser sehr kunstvollen Tätigkeit hingeben können, müssen Sie zunächst das richtige Schreibgerät auswählen. Für Anfänger empfehlen wir die Kalligrafie Füller von Kaweco

 

Füller Designlinien

Kennen Sie das? Sie sitzen am Schreibtisch und greifen nach Ihrem Füller. Sobald er in ihrer Hand liegt und Ihre Finger den Korpus umschließen, durchfährt Sie ein erfüllendes Gefühl: Sie haben große Lust zu schreiben! Wenn Sie intuitiv spüren, dass an dem Schreibgerät einfach alles stimmt, die Abstimmung von Form, Gewicht und Größe sich perfekt anfühlt, dann wissen Sie, was ein gutes Design ausmacht.

Das Design eines Füller bestimmt das Verhältnis von Materialwahl, Formgebung, Farbe und Funktionalität. Es entscheidet über den Schwerpunkt des Schreibgeräts und ist damit verantwortlich für die Balance des Füllers in Ihrer Hand. Nur eine optimale Verteilung des Gewichts garantiert Ihnen ein Schreibgefühl, dass Schreiben zum Genuss werden lässt.

Bei der Suche nach dem Füller Ihrer Wahl werden Sie auf viele verschieden Hersteller mit unterschiedlichen Designlinien stoßen. Bei der Vielzahl der Angebote ist es gar nicht so einfach einen Überblick zu bekommen. Im Folgenden werden Ihnen die wichtigsten Designs von Füllfederhaltern, die heute hergestellt werden, vorgestellt

Klassisch & elegant

Das Montblanc Meisterstück

Montblanc Meistestück Füller

Das Montblanc Meisterstück ist wohl das berühmteste und angesehenste Schreibgerät der Welt und eine der größten Designikonen unserer Zeit. Das Design – schwarzer Edelharz, drei vergoldeten Ringe und das weiße Montblanc-Emblem – steht für schlichte Eleganz und Funktionalität. Die massive 14 bzw. 18 Karat Goldfeder ist mit einer Iridiumspitze versehen und handgraviert. Auf jeder Feder ist die Zahl 4810, die Höhe des Montblancs, zu lesen. Der Kolbenfüllfederhalter Meisterstück wird bereits seit 1924 in Hamburg gefertigt. Das Design hat sich bewährt: Im Verlauf der Zeit wurden nur minimale Veränderungen, etwa beim Kolbenmechanismus, vorgenommen. Wenn Sie Wert auf klassisches Design, Handwerkskunst und schlichte Formsprache legen, ohne dabei auf innovative Technologie, Funktionalität und Schreibgefühl verzichten zu wollen, dann ist das Montblanc Meisterstück die richtige Wahl für Sie.

Der Pelikan Souverän

Pelikan Souverän Füller

Der Pelikan Souverän ist das Symbol der Marke Pelikan. Sein klassischer, grün gestreifter Korpus ist weltbekannt und steht für die Ästhetik der 1920er Jahre. In dieser Zeit wurde auch der damals revolutionäre Differenzialkolbenmechanismus des Souveräns von Pelikan entwickelt. Der Souverän kam 1950 unter dem Namen Modell 400 erstmals auf den Markt und war ein voller Erfolg. Den Namen Souverän erhielt die Serie erst in den 1980er Jahren.

Die Herstellung des berühmten Korpus des Souverän ist extrem aufwändig. Mit einem geheimen Verfahren erstellt Pelikan ein Baumwoll-Material, aus welchem in vielen Arbeitsschritten ein Materialstück hergestellt wird, das geformt, geschliffen und letztendlich mit einem Diamanten auf Kontur geschnitten wird. Neben dem Korpus stechen die beiden charakteristischen Doppelringe an Kappe und Füllgriff des Schreibgeräts sowie der berühmte als Schnabel eines Pelikans geformte Clip ins Auge. Veredelt wird der Souverän mit einer hochwertigen und handgeschliffenen Goldfeder, die für ihres nasses und saftiges Schriftbild bekannt ist.

Mit dem Souverän entscheiden Sie sich für einen absoluten Klassiker, der raffinierte Technik mit klassischem Design und absolutem Schreibgenuss verbindet. Falls grün nicht Ihre Farbe sein sollte, wird der Souverän heute in vielen verschiedenen Farben, Größen und Materialien gefertigt.

Waldmann Edelfeder

Der Name Waldmann steht seit 1918 für Tradition in der Fertigung von Schreibgeräten aus Sterlingsilber. Sind Sie auf der Suche nach einem schlichten, eleganten und hochwertigen Metallfüller? Dann ist die Edelfeder von Waldmann die perfekte Wahl. Der silbrige Glanz, die wohltuende Wärme und angenehme Haptik die von der Edelfeder ausgehen, sind etwas ganz Besonderes.

Die Edelfeder schafft es schlichte Funktionalität mit zahlreichen aufwendigen handwerklichen Details, wie feine Gravuren und guillochierten Linien zu verbinden. Schön ist auch, dass die Oberfläche nach einiger Zeit eine individuelle Patina entwickelt. Dieses praktische Schmuckstück gibt es mittlerweile in verschiedenen Ausführungen. Sie können aus verschiedenen Farbvarianten auswählen und sich außerdem für eine Edelstahl- oder Goldfeder entscheiden.

Modern & Frisch

Während die klassischen Designs oft in dunklen und gedeckten Farben gehalten sind, gibt es mittlerweile auch Füllfederhalter mit einem sportlich-schicken Design und knalligen Farben, die den Füller beinah ganz neu repräsentieren.

Montegrappa 

Dazu zählt die Designlinie Felicita des italienischen Schreibgeräteherstellers Montegrappa. Der Felicita besticht durch die auffällig lebendigen Farben der aufwendigen gearbeiteten Lackierungen. Diese strahlende Farbigkeit zeigt sich in Namen wie Red Velvet, Jellybon Ocean, Sugar Rush Pink und Caramel Gold. Sie stehen für Leidenschaft und Lebensfreude. Passend dazu ist auch der Name Felicita, der „kleines Glück“ bedeutet. Das kleine Glück ist ein filigraner Füller, der mit 132mm in jede Jacken- oder Hosentasche passt. So wird der Felicita mit seinen strahlenden Farben überall zum Hingucker. Aufgrund seiner Größe und auch des niedrigen Gewichts mit 18g, erfreut sich der Montegrappa Felicita besonders bei Damen sehr großer Beliebtheit.

 

Caran d´ache

Auch die Füllfederhalter aus der Serie 849 von Caran d’Ache sind aufgrund ihrer Strapazierfähigkeit und ihres flexiblen Clips ein zuverlässiger Begleiter für unterwegs. Ein Eyecatcher ist bereits die sechseckige Form des Korpus aus Aluminium. Wie beim Felicita sind auch hier die Farben eine wahre Freude fürs Auge: Leuchtende Neon- und Metalltöne wecken beim Anblick des Füller Erinnerungen an die Ästhetik der Pop Art und des Industriedesigns.

 

Diplomat

Mit dem Aero hat Diplomat einen Füllfederhalter entwickelt, der ähnlich wie die 849er Serie, durch eine auffällige Gestaltung des Korpus besticht. Vorlage dafür war das Design, mit dem Graf von Zeppelin im Juli 1900 das erste Luftschiff, das für 18 Minuten durch die Luft fuhr, entwarf. Der gewölbte Korpus mit den vertieften Mulden, sind dem Zeppelin nachempfunden und verleihen dem Füller eine besondere ergonomische Qualität. Auch das matte Silber und Braun des Füllers erinnern an die damaligen Riesen der Lüfte.

 

Natürlich & Schlicht

 

Graf von Faber-Castell

Wenn Sie, statt knalligen Farben und extravagantem Design, Füllfederhalter mit natürlichem Material und schlichtem Look bevorzugen, sollten Sie die Serien Classic und Macassar von Graf von Faber-Castell in Betracht ziehen. Hier trifft die warme Ausstrahlung von edlen Hölzern, wie Ebenholz, Pernambuk, Grenadill, oder Macassar-Holz auf eine klare Formensprache platinierter Oberflächen. Das Wechselspiel von Holz und Metall besticht durch zurückhaltende Eleganz. Aufgrund der individuellen Maserung und Farbgebung der Edelhölzer ist jeder Füller der Serie ein Unikat.

 

Cleo Skribent

Lassen die vielfältigen Farbnuancen und die Materialstruktur kostbarer Hölzer Ihr Herz höher schlagen? Dann ist die Linie Natura von Cleo Skribent genau das richtige für Sie. Durch eine innovative Konservierungsmethode, die ursprünglich zur Erhaltung von Schiffswracken eingesetzt wurde, erscheinen die wunderschönen Edelhölzer in einem samtigen Glanz, ohne ihre natürliche Ausstrahlung zu verlieren. Das Ergebnis sind Maserungen, wie wir Sie nur selten zu Gesicht bekommen. Auch die Haptik des Natura lässt keine Wünsche offen. Dieser Holzfüller will einfach angefasst werden!

 

Füller mit Gravur

Sind Sie auf der Suche nach einem besonderen, ganz persönlichen Geschenk? Eine Gravur personalisiert Ihren Füller und lässt ihn zu einem echten Unikat werden. Gerne veredeln wir Ihren Füller mit Ihrer Wunschgravur. Sei es ein Geschenk für Ihren Chef, ein Kinderfüller zur Einschulung, ein edler Füller zum Abitur oder Abschluss des Studiums. Es gibt zahlreiche Anlässe einen hochwertigen Füller mit Gravur zu verschenken. Veredeln Sie Ihr Geschenk und werten Sie es mit einer individuellen Gravur auf. Gerne beraten wir Sie zu der passenden Gravur für den Füllhalter Ihrer Wahl.

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