Wie 100 handgeschriebene Wörter täglich dein Leben Verändern – Teil 2


Februar 09, 2022
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Februar 09, 2022
Lesedauer: 14 Minuten
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Der erste Teil unseres Beitrags über die 30-Tage-Challenge hat dich hoffentlich vom handschriftlichen Schreiben begeistert und neugierig gemacht, mehr vom Nutzen für dich persönlich zu erfahren. Erkennen wir da etwa einen kleinen, misstrauischen Blick in deinen Augen? Denn womöglich stellst du dir die folgende Frage: Was soll und kann mir das tägliche, analoge Schreiben bringen?

Um mit Katjas Worten zu antworten:

„Wie bereichernd Schreiben ist, merkst du erst, wenn du es wieder tust.“

Das können wir unterschreiben!

Wie kann tägliches Schreiben gelingen?

Neben zum Teil überraschenden Erkenntnissen – auch für sie selber – gibt es natürlich Veränderungen, die durchaus zu erwarten waren. Katja, Maike und Marc, die drei Helden unserer Challenge, berichten mit individuellen Einblicken davon. Als wichtigste Erkenntnis – und das mag dich ermutigen – hat sich das tägliche Schreiben für sie als praxistauglich bewährt. Dass alle Teilnehmenden langfristig weiterschreiben wollen und für sich eine Routine etablieren, bestätigt das persönliche Wohlgefühl, das vom Schreiben ausgeht.

Wichtig: Trotz Verpflichtungen muss das Schreiben auch für dich umsetzbar sein und in deinen Alltag einfließen können. Schließlich sollen die Ergebnisse unseres Experiments dein persönlicher Raketenschub sein, täglich die 100-Wörter-Schreiberei ebenfalls auszuprobieren.

Elf Schweinehunde oder was hält dich jetzt noch vom Schreiben ab?

Deine Zweifel, womöglich auch inneren Widerstände, können wir gut nachvollziehen. Wir alle kennen das – vor allem bei unbekannten Dingen, die wir noch nicht am eigenen Leib erfahren haben. Daher haben wir deine potenziellen Ausreden und Überzeugungsversuche von Karl-Egon, unserem inneren Schweinehund aus Teil 1, vorweggenommen. Du wirst sehen, beide haben keine Chance, dich vom täglichen Glück aus Schreibfeder & Papier abzuhalten.

1. Ich weiß nicht, was ich schreiben soll – 100 Wörter sind viel!

Wie schon in Teil 1 erwähnt, gibt es kein Richtig und kein Falsch, was Maike bestätigt: „Das Schöne beim freien Schreiben für sich selbst ist ja, dass es kein richtig und kein falsch gibt. Jeden Tag wartet ein weißes Blatt darauf einfach beschrieben zu werden und es ist ihm relativ egal mit was. Mir zu erlauben einfach das zu schreiben was mir in den Sinn kommt, hat mir den Druck genommen etwas erreichen zu müssen.

Was auch immer du schreibst, alles ist richtig. Ob Beobachtungen, lustige Begebenheiten, Tagträume, das nervigste oder kurioseste Erlebnis der Woche, von einer Begegnung mit einem lieben Menschen oder auch das, was dich glücklich macht… Es ist alles erlaubt: gefühlsbetont oder sachlich, poetische Zeilen, Fantasiegeschichten oder einfach nur das Rekapitulieren deines Tagesablaufs. Du bestimmst, worüber du schreibst. Vertrau‘ dir. Vielleicht beruhigt dich die Tatsache, dass keiner unserer Challenge-Teilnehmenden diesen Widerstand #1 auch nur im Nebensatz angedeutet hat!

Ganz im Gegenteil. Katja schreibt „Und die gesetzte Grenze von 100 Wörtern fiel mir auch nicht schwer – waren es unterm Strich dann fast 4.500 Wörter, ich hab es aus Spaß mal überschlagen.

Tipp: Für den seltenen Fall, dass dir wirklich nichts einfällt, schreibe solange den Satz „Ich weiß nicht, was ich schreiben soll“, bis andere Wörter aus dem Stift purzeln.

2. Mein Tag ist so voll, ich finde keine Zeit zu schreiben!

Dieser Einwand ist sehr verbreitet. Das Problem dauerhaft Zeit zu finden und durchzuhalten, können Katja und Maike aus ihren vergangenen Versuchen, Tagebücher zu schreiben, bestätigen. Willst du wirklich (von innen heraus) ein Ziel erreichen, empfiehlt sich auf das SMART Prinzip zurückzugreifen: Setz‘ dir ein spezifisches, messbares, attraktives, realistisches und terminiertes Ziel wie bei unserer 30-Tage-Challenge. Damit hast du bessere Erfolgsaussichten, denn – und das ist der entscheidende Faktor, du wirst das Ziel leichter erreichen. Die positiven Effekte und learnings verwandeln die anfängliche „Schreibübung“ in eine liebgewonnene Tätigkeit, so dass du daraus eine dauerhafte Routine etablieren möchtest. Am Ende kann es zu einer Herzensangelegenheit werden so wie bei Katja: „Ich war selber angenehm überrascht, dass ich das tägliche Schreiben mit Lust und ohne auch nur einen “Fail” machen konnte.

Es ist ein Trugschluss, zu glauben, die Zeit finden zu müssen. Nein, du musst sie aktiv suchen und dir nehmen, und zwar so smart (!), dass sie ideal in deinen Tagesablauf passt.

Marc hat diesen einfachen Tipp für dich: „Ein Journal führt sich am besten, wenn man es sich bewusst in den Alltag einplant. Wie ein Termin, mit einem Blatt Papier. Spontane Einträge haben für mich nicht funktioniert.

Auch dafür, für Eigenlob, nutze ich das tägliche Schreiben. Das und der Fokus auf das Positive fühlt sich bisher sehr gut an. Diese ganzen kleinen Aspekte motivieren mich jeden Tag ein bisschen zu schreiben.“, schreibt Maike; also mach dir keinen Kopf und schreib einfach drauf los!

3. Das dauert mir einfach zu lange jeden Tag!

Es handelt sich beim freien Schreiben um sagen wir ein Minimum von knapp 5 bis 10 Minuten, die du täglich investierst. Ist dir das zu viel? Okay. Vielleicht kannst du dir diese paar Minuten irgendwo im Laufe des Tages „einsparen“? Oder deinen Wecker zehn Minuten früher klingeln lassen? Schau doch mal auf deine Handy-Nutzungsdauer – vielleicht ergibt sich hier ein Zeitpölsterchen, das du alternativ fürs Schreiben nutzen könntest!?

Auch unsere drei Schreibenden haben es trotz ihres vollen Terminkalenders geschafft, zum Teil sogar mit Familie & Beruf! Kann dich eventuell Maikes folgender Gedanke überzeugen: „Mir fällt es leichter, Dinge für andere zu tun als für mich selbst und ich würde mir wünschen durch bewusstes Schreiben mir selbst etwas Gutes zu tun.Tu DIR was Gutes.

Marc spricht sogar von Entlastung seines Alltags: „Jede Minute, jede Seite, jedes Wort sind gut investiert, weil sie mich im Alltag entlasten.“ Warum und wodurch das Schreiben dich entlastet, wird weiter unten klar.

Katja beobachtete an sich einen interessanten Effekt – sie wurde konsequenter: Durch die Fokussierung und das Niederschreiben mancher Gedanken habe ich schon den Eindruck, dass ich etwas konsequenter an Aufgaben heran gehe als bislang.“ Weitergedacht kann das ein effektiveres, vielleicht auch effizienteres Arbeiten nach sich ziehen. Allerdings erwähnen zwei unserer Teilnehmenden, dass sie nicht feststellen konnten, durchs Schreiben produktiver geworden zu sein.

4. Meine Schrift ist schlecht, unleserlich und ich schreibe fast immer am Rechner!

Diesen Gedanken können wir zweifach im Keim ersticken! Erstens schreibst du nur für dich. Du bist deine alleinige Leserschaft und solange du deine Hieroglyphen selber entziffern kannst, ist alles paletti – es sei denn, du möchtest deine Aufzeichnungen später erneut lesen wollen. Denn dann hilft tägliches Schreiben erst recht. Marc kann ein Lied davon singen – wenn das keine Motivation ist: „Tatsächlich ist meine Handschrift wesentlich besser geworden. Auch meine Schreibgeschwindigkeit hat zugenommen.“

Zweitens überzeugt dich vielleicht unser Exkurs in die Wissenschaft, die bestimmte Vorzüge des analogen Schreibens gegenüber solchem mit Tastaturen herausgefunden hat:


Kleiner Exkurs in die Wissenschaft

Wir können dir aus rein wissenschaftlicher Sicht erklären, warum handschriftliches Schreiben vorteilhafter ist als das Tippen auf einer Tastatur: Schreiben wir analog, inkludieren wir automatisch einen bestimmten Denkprozess, den wir beim Tippen auf der Tastatur umgehen. Wir filtern zunächst das heraus, was wir mit dem Stift aufschreiben und was nicht. Dazu konzentrieren wir uns, weil wir den Inhalt verstehen müssen. Ein weiterer Unterschied ist der räumliche Aspekt: Das Papier, auf das wir schreiben, erlaubt uns durch seine Haptik, sein Format und sein bspw. farbiges Aussehen oder durch einen markanten Fleck oder ein Eselsohr eine unbewusste Verknüpfung mit den Inhalten. Diese 3-Dimensionalität und das Visualisieren helfen uns zu erinnern. Beim Tippen von Gehörtem ist das Schreiben oft ein rein auditiv motorischer Prozess – meinen nicht wir, sondern der Neurowissenschaftler Dr. Henning Beck, der die Effekte des Schreibens fachübergreifend untersucht hat.


Wie wäre die Idee, sowohl per Hand als auch auf der Tastatur zu schreiben? Du musst dich ja nicht für oder gegen etwas entscheiden; unsere Challenge ist ein Anreiz, auszuprobieren wie es für dich ist, täglich bewusst per Hand zu schreiben.

5. Ich habe noch nie so etwas wie ein Tagebuch geschrieben!

Marc hatte ebenso keine Erfahrung mit Tagebüchern wie du in Teil 1 lesen kannst. Vielleicht ist es sogar vorteilhaft, wenn du völlig unbedarft ans „freie Schreiben“ gehst. Womöglich entdeckst du deine individuelle Form des Schreibens, die dich ultimativ glücklich macht? Oder du möchtest kleine Zeichnungen zu deinen Zeilen einfließen lassen? Warum nicht? Eventuell verändert sich während der 30 Tage dein Schreibprozess – thematisch, inhaltlich, formell? Nimm‘ diese Challenge an als Reise in vielleicht unbekanntes Terrain und lass sie mit Neugier auf dich zukommen, so wie Maike es erlebt hat: „Mir zu erlauben einfach das zu schreiben was mir in den Sinn kommt hat mir den Druck genommen etwas erreichen zu müssen. Es muss nicht immer eine Sinnhaftigkeit vorausgehen, die ergibt sich meist im Prozess, aber dafür muss man ein wenig Geduld haben und sich zugestehen, Dinge einfach auszuprobieren und zu schauen, was passiert.

6. Ich brauche bestimmt ein spezielles Heft und einen teuren Füller?

An dieser Stelle können wir dich beruhigen – alles was du brauchst, besitzt du vermutlich schon. Einen Stift und Papier! Beides sollte dir natürlich taugen und Leichtigkeit vermitteln. Im ersten Teil findest du ein paar unserer Gedankenanstöße. Es darf aber natürlich auch ein guter, wertiger Füller sein, selbst wenn du ihn „nur“ zum freien Schreiben für dich nutzt, findet auch Maike: „Ja, ein guter Füller ist ein Privileg, und trotzdem darf er im Alltag benutzt werden. Auch auf einem normalen Block mit normalem Papier für normale Gedanken.

7. Ich habe keinen eigenen Raum für mich und ich will nicht, dass mich andere beobachten oder mir über die Schulter schauen!

Das ist ein durchaus verständlicher Einwand! Wenn deine räumlichen Möglichkeiten kein eigenes Zimmer bieten, so braucht es etwas Kreativität, die dich zu Lösungsmöglichkeiten führt. Gibt es einen Raum, den du zu einer bestimmten Zeit ungestört nutzen könntest? Wenn du nicht zu Hause arbeitest, könntest du irgendwo anders ungestört schreiben? Wäre es eine Option, abends im Bett zu schreiben? Oder auf dem Boden (wie Maike) – hier könntest du dir mit Kissen eine gemütliche „Schreiboase“ bauen, am besten vor einer Wand zum Anlehnen? Oder gibt es eine noch ungenutzte Ecke in deinem Wohnbereich, die geradezu darauf wartet, dich ausgestattet mit Tisch und Stuhl oder Sitzball zum Schreiben einzuladen?

8. Es reicht auch, wenn ich mir Gedanken mache – das geht schneller als alles aufzuschreiben!

Ein wesentlicher Vorteil des handschriftlichen Notierens ist das Visualisieren. Damit setzen wir Ankerpunkte zur leichteren Erinnerung. Maike schreibt dazu: „Das Visualisieren macht, denke ich, einen großen Unterschied. Es ist etwas anderes Dinge nur im Kopf zu haben oder sich das, was man aufgeschrieben hat im Geiste noch mal abzurufen. Auch zu unterscheiden, welche Gedanken hilfreich sind und welche nicht fällt mir leichter, wenn ich meine Gedankengänge aufs Papier bringe.

Einen Schritt weiter geht Marc mit seiner Beobachtung: „Man merkt beim Schreiben viel deutlicher, wenn sich Dinge wiederholen. Man schreibt, was einen beschäftigt und während dessen hat man das Gefühl ‘Hey, da hab ich doch schon vor ein paar Tagen drüber geschrieben!’ Dann blättert man zurück und plötzlich erkennt man einen roten Faden, einen Zusammenhang und kann sich die Frage stellen, warum eine bestimmte Situation oder Emotion wiederholt auftritt. Das liefert Denkanstöße.

„Ich merke, wie ich ein Stück zur Ruhe komme. Kein Smartphone, keine Emails. Der Fokus liegt im Augenblick und in dem, was man vor Augen und in der Hand hat.“, meint Katja und das erreichst du sicherlich nicht, wenn du dich rein gedanklich mit deinen Gedanken befasst! Abgesehen davon stellen wir uns das schwer vor, in diesem Gedankenwirrwarr klar zu bleiben.

9. Was soll tägliches Schreiben schon bringen außer gefüllte Seiten?

Ich weiß aus meinem Beruf, dass Selbstreflexion, Externalisierung und Visualisierung sehr wertvoll und bereichernd sein können – aus dem Kopf, aufs Papier.

Ich freue mich auf die tägliche Aus(schreib)zeit und merke, wie wenig Ruhe man sich eigentlich bewusst im Alltag nimmt. Das tägliche Ausklinken schafft für mich eine klare und gute Zäsur.

Ich komme meist aus dem Alltag und nehme in die Situation natürlich verschiedene Emotionen mit. In dem Moment an dem ich das Büchlein aufschlage, kann ich eine Grenze ziehen und komme überraschend schnell zur Ruhe. Es ist ein wenig so, als würde man einen Pause-Knopf drücken.“

Unsere Teilnehmenden sind sich einig: Das, was aus dem Kopf aufs Papier wandert, bereitet vor allem eins, innere Ruhe. Sich auszuklinken aus dem Alltag, die Ruhe-Oase aufzusuchen und sich zum Schreiben hinzusetzen, scheint ritualisiert zu sein. So läuten sie jeweils ihre Aus(schreib)zeiten ein – übrigens, eine tolle Wortkreation von Katja!

10. Dankbar bin ich sowieso, jeden Tag. Das muss ich nicht extra aufschreiben!

Notierst du handschriftlich deine Gedanken zu Dingen, für die du dankbar bist, rückt sie diese Dankbarkeit in ein stärkeres Bewusstsein, wie uns Marc und Maike wissen lassen:

Insbesondere Dinge, für die ich dankbar bin, über die ich mich freue und die positiv sind, möchte ich bewusst festhalten. Man hört ja oft, dass Menschen so etwas machen, sich bewusst notieren, wofür sie alles dankbar sind und ich muss gestehen, dass ich den Sinn dahinter nie verstanden habe; schließlich weiß man ja, worüber man sich freuen kann. Meine Erfahrung speziell in diesem Zusammenhang: Etwas zu wissen und etwas im Alltag präsent zu haben, sich einer Sache wirklich bewusst zu sein, ist ein großer Unterschied.

Ich würde es mal so formulieren: Durch das Aufschreiben von Dingen, für die ich dankbar bin oder über die ich mich gefreut habe, mache ich sie mir stärker bewusst. Ich bin bewusster dankbar!

11. Ich empfinde das Schreiben als Unterbrechung meines Workflows!

Genau das Gegenteil ist der Fall. Unser Trio berichtet davon, dass sie durch das Aufschreiben gedanklich sortierter sind, sie erfahren neue Perspektiven, können besser loslassen und sind selbstreflektierter. Insgesamt liest es sich, als würden sie ihren Alltag strukturierter angehen:

Ich versuche beim Schreiben meine Gedanken zu ordnen. Dinge, die mich im Verlauf des Tages bewegt haben, finden Raum nachzuwirken und kommen, wenn ich sie für relevant halte, auf das Papier. Das hilft mir beim Einordnen, beim Bewerten von Situationen oder Befindlichkeiten und sorgt ganz nebenbei für mehr Ruhe.

Ich merke wie es mir hilft meine Gedanken zu sortieren und sich das einstellt, was ich mir erhofft hatte, nämlich Dinge aus dem Kopf zu bekommen und neue Perspektiven zu gewinnen. Es fällt mir dann leichter Situationen “gut sein zu lassen” und abzuschließen.

Während ich auch nach Ende der Challenge weiter täglich ein paar Zeilen schreibe, habe ich mir für das kommende Jahr – vielmehr für die kommenden Jahre – vorgenommen, in einem 5-Jahres-Kalender täglich einige Zeilen zu schreiben. Und auch im Kalender, der sonst sehr nüchtern geführt wurde, sind nun andersfarbige Notizen, kleine Erinnerungen festgehalten.

Wozu das tägliche Schreiben sonst noch führt

Wir hoffen, dass sich dein Schweinehund nun in seine Hundehütte zurückzieht und Ruhe gibt. Katja, Maike und Marc haben uns so viel mehr mitgeteilt, was wir dir gerne als weitere Appetithappen mitgeben. Hier fassen wir ein paar ihrer Punkte übersichtlich zusammen:

  • Schreiben ist wie eine kleine Aufräumaktion, wie ein Zwischenstopp oder deine persönliche Ruhe-Oase
  • Schreiben verlangt (sich) genau zu beobachten
  • es schärft die Wahrnehmung nach außen und innen – du wirst Achtsamer
  • es erleichtert Selbstreflexion
  • Schreiben ermöglicht dir neue Perspektiven zu erkennen
  • Schreiben liefert neue Denkanstöße, führt zu Ideen
  • es erleichtert, eigene Gedanken zu identifizieren und zu benennen
  • es hilft sich zu verorten und ggf. die Richtung zu ändern, den Weg anzupassen
  • du wirst strukturierter beim Planen und Erledigen von Aufgaben
  • es hilft besser zu priorisieren
  • du wirst durchs Schreiben gedanklich sortierter
  • du weißt um den Platz für deine Gedanken, das entlastet dich im Alltag und stärkt deine Resilienz
  • du wirst stressresistenter, da du deine Gedanken bündeln und ordnen kannst
  • Schreiben macht dich frei vom Gedankenkarussell
  • Schreiben schafft innere Balance
  • du erlebst wieder Freude an konzentriertem Arbeiten ohne Hintergrundgeräusche, Musik oder Social Media
  • du wertschätzt die Phase der Konzentration
  • du tust dir etwas Gutes
  • Geschriebenes macht Dinge greifbarer und nachvollziehbar
  • Geschriebenes schafft Realitäten
  • du ermöglichst dir Ruhe und Fokussierung trotz bzw. im Familientrubel
  • es motiviert, wenn du dich selber bestärkst und lobst für das, was du geschafft hast
  • Schreiben hat einen motivierenden Trainingseffekt
  • du bekommst ein besseres Bewusstsein für die schönen Seiten im Leben
  • Dankbarkeitsnotizen und positive Gedanken stärken das Zufriedenheitsgefühl
  • es führt zu höherer Wertschätzung der eigenen Leistung
  • Aufschreiben von negativen Gefühlen erleichtert das Loslassen
  • Schreiben kann Klarheit schaffen bei der eigenen Positionierung in sozialem Gefüge
  • es hilft gegen Verschieberitis (Prokrastination): schrittweise Dinge zu erledigen, statt sie aufzuschieben
  • Schreiben stärkt Selbstwahrnehmung, Selbstmotivation und Selbstwirksamkeit
  • Schreiben hilft, dich klar und präzise auszudrücken und verbessert deine Sprache und deinen Schreibstil

Unser Fazit

Wie du siehst, bietet der Erkenntnisgewinn eine große Vielfalt! Auf das zuckersüße Dessert, deine Glücksmomente durchs Schreiben, darfst du dich freuen! Du hast es nun in der Hand, dich auf deine eigene Schreib-Entdeckungsreise zu begeben. Wir freuen uns auf deine Geschichten rund ums Schreiben und wünschen dir jederzeit ein leichtes Gleiten übers Papier. Lass uns teilhaben und lass uns gerne einen Kommentar da.

In diesem Sinne – start writing!

Abschließend lassen wir Katja, Maike und Marc zu Wort kommen. Ihre Aussagen sprechen für sich…

„Zufrieden! Bewusster zufrieden. Bewusster dankbar. Mein Schreibstil ist lockerer geworden, einfach drauflos. Ich habe den Eindruck, dass geordnetes Schreiben, wie ich es am Anfang gemacht habe, nicht dazu führt geordneter im Kopf zu sein. Vielmehr scheint das “einfach drauf los” mir wesentlich mehr Ordnung und Klarheit im Kopf zu verschaffen. So nach dem Motto: Raus mit dem Chaos, um Platz für Ordnung zu schaffen.“

Maike
Maike beim Schreiben

„Ich habe viel gelernt, über mich, meinen Alltag und mein Verhältnis zur Handschrift. Wenn ich mich entscheiden müsste, was davon für mich die größte Relevanz hat, dann ganz klar die Erkenntnis, wie förderlich es für mich ist, einmal am Tag bewusst eine Pause einzulegen, sich zu hinterfragen und seinen Kurs zu überprüfen. Das Schreiben selbst ist dabei eine Art Katalysator, ein Mittel, das dabei hilft die Reflexion festzuhalten und sie konkreter zu machen. Gedanken können abschweifen, aber was auf dem Papier steht, bleibt stehen.”

Marc
Marc an seinem Schreibtisch

„Rückblickend kann ich nochmal sagen, dass der Monat bei mir bewirkt hat, dass ich strukturierter plane, Gedanken aufschreibe, meine bislang etablierte Form der täglichen Notizen für To-dos umgeschmissen und neu angelegt habe. Ich schaffe mehr, ein sehr angenehmer Nebeneffekt.“

Katja

Was meinst du?

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